Decision Briefing • Arterien
Wadenschmerzen beim Gehen können ein Zeichen sein, dass Deine Beinschlagadern verstopft sind. Und das bedeutet meistens: Deine Herzarterien und Halsschlagadern auch.
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK, betrifft laut aktuellen Studien etwa jeden vierten Menschen zwischen 45 und 74 Jahren. Die meisten wissen es nicht.
Das Tückische: pAVK ist nicht nur eine Krankheit der Beine. Sie ist ein Marker für Arteriosklerose im gesamten Körper. Wer eine pAVK hat, traegt ein deutlich erhöhtes Risiko fuer Herzinfarkt und Schlaganfall - unabhaengig davon, wie stark die Beinbeschwerden sind.
Die gute Nachricht: Ein einziger Handgriff reicht fuer die Diagnose. Der Knöchel-Arm-Index misst den Blutdruck am Knoechel und am Arm - der Unterschied zeigt sofort, ob die Beinschlagadern verengt sind. Die Messung dauert kaum fuenf Minuten und kann beim Hausarzt gemacht werden.
Und die noch bessere Nachricht: Die wirksamste Therapie ist kein Stent, kein Skalpell - sondern strukturiertes Gehtraining. Studien zeigen: Wer konsequent trainiert, verdoppelt seine Gehstrecke. ESC-Leitlinien 2024 und AWMF-S3-Leitlinie 2024 empfehlen es einhellig als Erstlinientherapie.
Was bedeutet das fuer Dich? Wann ist ein Stent sinnvoll - und wann nicht? Was zeigt die groesste Studie zu diesem Thema, die BEST-CLI-Studie im New England Journal of Medicine? Und warum sind Wunden am Fuss bei pAVK ein Notfall?
Unser Decision-Briefing gibt Dir alle Antworten - klar, evidenzbasiert, ohne Fachchinesisch.
ESC-Leitlinien 2024. AWMF-S3 2024. BEST-CLI im NEJM. Eine klare Botschaft.